Die Brennnessel – ein unscheinbarer Allrounder

Die Brennnessel bei Hildegard von Bingen – Wirkung und Anwendung im Alltag

Die Brennnessel ist eine wertvolle Heil- und Nahrungspflanze, die oft unterschätzt wird. Die Pflanzengattung umfasst 30 bis 70 Arten und ist nahezu weltweit verbreitet. In Deutschland sind vor allem die Große und die Kleine Brennnessel anzutreffen, seltener auch die Röhricht- und die Pillen-Brennnessel.
Bekannt ist die Brennnessel für ihre brennenden Haare, die bei Berührung juckende Quaddeln verursachen. Verantwortlich dafür sind unter anderem Ameisensäure und Histamin.
Ihr werden zahlreiche positive Eigenschaften zugeschrieben: Sie gilt als harntreibend, entzündungshemmend und blutreinigend. Traditionell wird sie bei Rheuma, Gicht, Harnwegsinfekten und zur Unterstützung der Entgiftung eingesetzt.
Darüber hinaus ist die Pflanze reich an Eisen, Vitamin C und Kalium. Sie ist essbar, vielseitig in der Küche einsetzbar und sogar als natürlicher Dünger von Bedeutung.
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🍃 Verwendung in der Küche

Die Brennnessel kann als Wildgemüse bis in den Dezember hinein geerntet werden. Blanchiert erinnert ihr Geschmack an Spinat.
Sie eignet sich besonders für:
•    Suppen 
•    Smoothies 
•    klassische Gemüsegerichte 
Auch die Samen sind essbar und gelten als sehr nährstoffreich. Aufgrund der Brennhaare empfiehlt sich die Ernte mit Handschuhen.
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🍵 Brennnesseltee

Für Tee können sowohl frische als auch schonend getrocknete Blätter verwendet werden.
Für den täglichen Gebrauch:
•    2 Teelöffel getrocknete Blätter 
•    mit heißem Wasser übergießen 
•    etwa 10 Minuten ziehen lassen 
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Verarbeitung

Ich verarbeite die Brennnessel am liebsten im Fleischwolf. Dadurch werden die Brennhaare zerstört und die Pflanze lässt sich gut weiterverarbeiten.

🍲 Gerichte

Ich verarbeite die Brennnessel am liebsten im Fleischwolf, Durch werden die Brennhaare zerstört und die Pflanze läßt sich gut weiterverarbeiten.

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🧂 Gewürzidee

Eine Mischung aus getrockneten Brennnesseln, Lavendel, Salbei, Petersilie, Rosmarin, Thymian und Lorbeerblättern, zusammen mit Meersalz fein vermahlen, ergibt ein aromatisches Kräutersalz.


⚠️ Histamin und Verträglichkeit

 Die Brennnessel enthält Histamin, insbesondere in den feinen Brennhaaren. Bei Berührung wird dieses zusammen mit Ameisensäure in die Haut abgegeben.

Durch Trocknen, Erhitzen oder Pürieren werden die Brennhaare zerstört und der Histamingehalt reduziert.

Menschen mit Histaminintoleranz sollten dennoch vorsichtig sein und frische Pflanzen eher meiden. Eine individuelle Reaktion kann nicht ausgeschlossen werden.


🌱 Weitere Verwendung

Auch als Jauche ist die Brennnessel sehr wertvoll. Sie eignet sich hervorragend als natürlicher Flüssigdünger und kann unter anderem gegen Mehltau eingesetzt werden.

Zudem ist sie eine wichtige Raupenfutterpflanze für viele Schmetterlinge.


🌿 Fazit

Schon Hildegard von Bingen wusste um die Kraft der Brennnessel:"Wenn die Menschen wüssten, wie gesund die Brennnessel ist, hätten sie sie in ihren Vorgärten."Vielleicht lohnt es sich also, nicht alles auszureißen, sondern die Pflanze bewusst zu nutzen. 

Durch regelmäßige Erntge entstehen immer wieder frische junge Triebe.

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